Die 5 weitverbreitetsten Irrtümer über Riester

„Die Riester-Rente lohnt doch nicht“ – oder ?

Diese oder ähnliche Fragen zur Riester stellen sich unzählige Haushalte in Deutschland. Doch gerade Polizeibeamte fragen sich oft, ob diese nicht mit Ihrer üppigeren (in Bezug zur Rente) Pension auskommen und ob es wirklich nötig ist, noch zusätzlich vorzusorgen. Häufig kommt die Meinung auf, das man im Alter doch nicht mehr so viel Geld brauchen würde, wie in jüngeren Jahren – doch ist dem wirklich so?

Die gesetzliche Rente – und was das mit der Pension zu tun hat

  • Pension:

Grundsätzlich bekommen Beamte in Deutschland, unabhängig ihrer Verwendung als Feuerwehrmann, Lehrer oder Polizist ein Gehalt über die Bezügestelle. Mit Eintritt in den Ruhestand bezieht der Beamte nunmehr eine Pension, die je nach Dienstzeit, Dienstgrad und der Dauer der Verwendung in seiner Laufbahn auch ausgerechnet werden kann. Dieses Geld dafür kommt direkt aus der Staatskasse.

  • Rente:

Der „klassische Rentner“ hingegen erhält eine Rente, die im besten Falle ca. 67% des vorherigen Einkommens beträgt. Nach dem System das Otto-von-Bismarck Anfang des 19. Jahrhunderts einführte besteht das Rentensystem weiterhin, der sogenannte „Generationenvertrag“. Dabei handelt es sich um ein direktes Umlageverfahren, das heißt: Jeder derzeitige Arbeitnehmer zahlt gemeinsam mit dem Arbeitgeber in die Rentenkasse (u.a. erklärt das die Differenz Brutto/Netto) ca. 20% ein. Dieses Geld geht jedoch sofort wieder an die Rentenbeziehenden raus, es wird also keinerlei Rücklage gebildet.

Der demografische Wandel, oder „das Problem“

Als dieses eben erläuterte System eingeführt wurde, kamen vom Verhältnis jüngerer zu älteren Menschen ca. acht Arbeitnehmer auf einen Rentner. Zum damaligen Zeitpunkt wurden die Menschen im Schnitt 65 Jahre alt, haben also nur eine sehr kurze Rentenbezugszeit erleben dürfen-wenn überhaupt. Da in Deutschland jedoch seit Jahren ein starker Geburtenrückgang zu verzeichnen ist, kommen derzeitig nur noch 2 Arbeitnehmer auf einen Rentner.
Nun lautet die Rechnung der Politik wie folgt: 20% (Arbeitnehmer 1, Einzahlung ins Rentensystem vom Brutto) + 20% (Arbeitnehmer 2) = 67% (Rentenbezug des Rentners); man muss nicht Adam Ries heißen um zu erkennen, das dieses System nicht aufgehen kann. Der Staat muss die fehlenden 27% subventionieren, indem er Steuergelder missbraucht und seit Anfang des Jahres 2000 bereits Schulden macht um das Rentensystem am Leben zu erhalten.

Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, was das mit Ihrer Pension zu tun hat

Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie wären der Staat. Sie haben ein riesiges Rentenproblem und sind nicht in der Lage, das über weitere Steuereinnahmen oder Kredite zu lösen. Also müssen Sie wohl oder übel die Rente kürzen (das erfolgte bereits, u.a. indem man ganz einfach das Rentenalter nach hinten verlegt hat) – wenn Sie also kein Geld mehr und zu viele Ausgaben am klassischen Rentenmarkt haben, wo könnten Sie denn dann noch kürzen? Ein Schelm ist, wer böses dabei denkt… Der Pensionär muss besser gestellt sein als der Rentner, das heißt nicht, dass die Pensionen nicht gekürzt werden dürfen. Die finanziellen Einbußen, die die Beamten in Griechenland hinnehmen mussten, waren ja auch beträchtlich (http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Griechenland-verabschiedete-neues-Sparpaket;art391,2227253)

Der Unterschied vom Erwerbsleben zum Rentenbezug

Bedenken Sie, dass derzeit ihr Lebensalltag ca. aus einem Drittel Arbeit, einem Drittel Freizeit sowie einem Drittel Schlaf besteht und setzen dies ins Verhältnis mit dem Pensionsalter. Sie werden feststellen, dass ihre Freizeit sich verdoppeln wird da die Arbeit wegfällt, ihr Anteil an Schlaf ungefähr gleich bleibt. Anhand dessen lässt sich erkennen, das später wahrscheinlich mehr Kapital Einkommen benötigt wird, als Sie es aktuell einschätzen würden.
riester

Die Lösung: Ansparen

Geld für später zurückzulegen lässt sich in vielen verschiedenen Arten realisieren, doch von 100 am Markt erhältlichen Spar-Verträgen sind durchschnittlich nur drei wirklich rentabel.
Eines der am häufigsten umstrittenen Themen am Markt im Rahmen der Altersvorsorge ist dabei die Riester Rente. Oft wird in den Medien publiziert, dass sich die Riester nicht, bzw. nicht mehr, lohnt. Dabei völlig außen vorgelassen wird die Art des Riester Vertrages (klassische Versicherung, Riesterkonto, Fonds mit Riesterförderung, Fondsgebundene Riesterversicherung, Riesterbausparer) und für welche Einkommensklasse das Ganze überhaupt interessant ist.
Es gilt: Sie sind angestellt, verbeamtet oder mit einem der genannten Parteien verheiratet? Sie haben Kinder und sind kindergeldberechtigt? Sie wollen den Traum vom Eigenheim realisieren oder haben gar schon eins? – wenn auch nicht alle der genannten Punkte zutreffen und Sie über 1.000€ Nettoverdienst haben, so ist die Riester für Sie definitiv interessant.

Warum Riester & nicht die private Altersvorsorge?

Hat die Riester Rente Nachteile? Mit einem Riesterparplan bekommen Sie einen Teil vom Staat finanziert. In Zahlen heißt das konkret, Sie bekommen bis zu 154€ im Jahr, zusätzlich zu dem was Sie sparen. Wenn Sie also noch jung sind und 25 Jahre bis zum Pensionsbeginn vor sich haben, so sind das unter Umständen schon 3.850€ mehr für Ihr Portemonnaie. Die Riester Rente Kinderzulage beträgt nochmals 300€ pro Jahr, für Kinder die ab dem 01.01.2008 geboren wurden. Für alle eher geborenen Kinder sind es immerhin 185€ Jahr für Jahr, weswegen sich die Riester vor allem für Kindergeldberechtigte lohnt.
Des Weiteren können Sie einen nicht unerheblichen prozentualen Anteil des Sparbeitrages zu Ihrer Riester steuerlich geltend machen. In manchen Fällen sind das (abhängig vom Einkommen und der Steuerlast) bis zu 30%! Sparen Sie also als Beispiel 100€ jeden Monat in eine Riester, holen Sie sich 30€ vom Staat zurück – wenn Sie dies 25 Jahre tun so sind das dementsprechend 9.000€ Steuervorteil.
Falls Sie vor haben ein Haus zu bauen oder zu kaufen, ist Riester wie gemacht für Sie. Sie können das Vertragsguthaben zur Sondertilgung Ihres Immobiliendarlehens verwenden und dass inklusive der geschenkten Gelder. Somit haben Sie den Vorteil das es nicht nur die klassische Altersvorsorge an sich ist. Es hat bereits viel eher einen effektiven Zweck für Sie.

„Aber ich weiß doch gar nicht ob ich das Pensionsalter überhaupt erreiche…“

…, wird jetzt der ein oder andere denken. Das stimmt ja auch und niemand kann die Zukunft vorhersagen. Fakt ist: Es erreichen mehr Menschen das Pensionsalter als die, welche es nicht erreichen. Fakt ist auch, dass Sie grundsätzlich jederzeit über das Vertragsguthaben verfügen können. Sie können diese Verträge beitragsfrei stellen oder auch kündigen. Bevor Sie die Riester Rente kündigen, sollten Sie wissen, das Sie zuvor die Zulagen und Steuererstattungen zurückzahlen müssen. Die Zinsen und Zinseszinsen, die Ihre Zulagen generiert haben, dürfen Sie jedoch behalten
Zu guter Letzt, aber noch lange nicht der unwichtigste Punkt: Ihr Riester Vertrag muss geringe Kosten, bei möglichst hoher stabiler Rendite bieten. Was erwarten Sie, wenn Sie einem Freund 100€ überweisen – doch wohl das auch 100€ ankommen, richtig? Im klassischen Versicherungsbereich sind von 100€ Sparbeitrag leider jedoch nur 60€ tatsächliches Sparen, der Rest sind Kosten und Risikobeiträge. Wenn nun auch noch nur in klassische Produkte investiert wird, welche widerrum ihre Renditen mittels Anleihen generieren und die Renditen im 0-2% Bereich liegen, sieht es düster aus.

Der Unterschied

30€-40€ pro Monat weniger Sparguthaben durch Produkte mit hohen Kosten sind in 25 Jahren bereits 10.500€ Unterschied, ohne die Renditen zu betrachten. Das Ganze zusätzlich aufgerechnet mit einer durchschnittlich möglichen Zinsdifferenz von 4% bedeutet in 25 Jahren letzten Endes 32.884€ mehr (oder weniger) in Ihrer Tasche.

Ihre Entscheidung

Zum Nutzen des Marktvergleichs und des Konkurrenzkampfes der Gesellschaften empfiehlt es sich, sich von einem unabhängigen Spezialisten beraten zu lassen. Wir sind gerne bereit dazu, Ihnen weiterführende Informationen zum Thema Kapitalanlage, Riester-Rente und ähnlichen Themen an die Hand zu geben und freuen uns auf ihre Anfrage. Buchen Sie jetzt einfach und zügig Ihren persönlichen Termin dazu –> Jetzt Termin buchen
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